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29 km - palästinensische, deutsche und israelische Künstler
Kunstausstellung 20.06.-22.09.2009 Kunstgalerie Um-El-Fahem +972 3 6060500 info@telaviv.goethe.org

Nahe der Grenze zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten gelegen, ist die arabische Stadt Umm el-Fahem im Osten Israels mit ca. 50.000 Einwohnern das urbane Zentrum des mehrheitlich arabisch besiedelten Wadi Ara. Anders als in den palästinensischen Siedlungsgebieten im Norden des Landes mit ihrem hohen christlichen Bevölkerungsanteil, ist das Wadi Ara homogen islamisch und arabisch-islamischen Traditionen und Wertesystemen verpflichtet.
Auch die politische Landschaft ist konservativ arabisch-nationalistisch bestimmt. Durch seine geographische und politische Lage war das Wadi Ara über lange Zeit ökonomisch stark vernachlässigt. In den letzten 10 Jahren erfährt die Region allerdings einen bemerkenswerten Aufschwung.
Die Umm el-Fahem Art Gallery ist als völlig singuläres Phänomen in den arabisch-palästinensischen Siedlungsgebieten Israels anzusehen. Entstanden aus einer Privatinitiative der ortsansässigen Familie Abu Shakra, entwickelte sie sich seit ihrer Gründung 1996 zu einem mehr und mehr beachteten Zentrum für zeitgenössische Kunst, dessen erklärtes Ziel einerseits die Vermittlung zwischen den israelischen und palästinensischen Kunstszenen, andererseits der Dialog der lokalen Szenen mit den aktuellen europäischen Entwicklungen ist.
Dabei richtet die Galerie ihr Augenmerk ganz gezielt und erfolgreich auf Breitenwirkung in der Stadt und dem umgebenden Land. Die Pläne, die Galerie zu einem Museum und städtischem Kulturzentrum umzuwandeln, sind weit fortgeschritten und werden von vielen Seiten unterstützt
Restrictions of Freedom of Movement -
Begrenzungen der Bewegungsfreiheit

Die Ausstellung thematisiert die extreme Einschränkung der Bewegungsfreiheit in den Autonomiegebieten und zwischen diesen und Israel sowie dem Rest der arabischen Welt. Deren kulturellen und gesellschaftspolitischen Implikationen sollen untersucht werden im Dialog mit den europäischen Erfahrungen ständig wachsender, Kontinent umspannender Mobilität. Als Paradigma gilt Berlin und die kollektive Erinnerung an die Teilung der Stadt im Vergleich zu ihrer aktuellen Gegenwart.
In einer gemeinsamen Recherchephase im Herbst 2008 haben die beteiligten Künstler aus Israel, Deutschland und den palästinensischen Autonomiegebieten die lokalen Bedingungen studiert und analysiert.
In ihren Arbeiten thematisieren sie Herrschaftsbedingungen und Machtverhältnisse in der Region, sie visualisieren Zäune, Gräben, Mauern, digitale und elektronische Barrieren, reale Segregation nach Alter und Geschlecht ebenso wie mentale Traumatisierung. Sie beschäftigen sich mit Emigration und Vertreibung, Ökonomie und technologischem Fortschritt, physischen Blockaden und psychische Sperren.
Zur Ausstellung erscheint ein dreisprachiger Katalog in Arabisch, Hebräisch und Deutsch.
Kuratorin – Shlomit Bauman
Teilnehmende Künstler : Nasrin Abu Baker, Ron Amir, Gert Bendel, David Goss, Majdi Hadid, Sven Kalden, Georg Klein, Rinat Kotler, Ravit Lazer, Hosni Radwan, Maan Samara, Sharif Sarhan, Ines Schaber, Oliver van den Berg
Das Projekt entstand auf Initiative der Umm-el-Fahem Art Gallery in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tel Aviv und dem Institut für Auslandbeziehungen Stuttgart.

http://www.goethe.de/ins/il/tel/deindex.htm


Ausstellungseröffnung
Samstag, 20.06. 2009, Kunstgalerie in Um-El-Fahem

Öffnungszeiten : So. – Do. 09.00 – 17.00 Uhr
Freitags geschlossen
Samstag 10.00 – 18.00 Uhr

10/09/2010
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